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Europäische Forschungsgesellschaft Blechumformung EFB Aktueller Stand und Trends der Servopressentechnik

Autor / Redakteur: Norbert Wellmann / Dietmar Kuhn

Unter dem permanenten Druck der Wettbewerbsfähigkeit und gleichzeitigen Kostensenkung sind Blechteilehersteller zusammen mit den Pressenherstellern gezwungen, wirtschaftliche Fertigungslösungen zu entwickeln. Servopressen schicken sich an, diese Forderungen zu erfüllen. Die Entwicklung der Servotechnik wird derzeit weiter mit Hochdruck vorangetrieben.

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„Die Servoantriebstechnik ist aus meiner Sicht vor allem für die Produktion von Bauteilen mit hohen Umformgraden interessant“, sagt Alexander Dörmann, Geschäftsführer der Raster-Zeulenroda Werkzeugmaschinen GmbH.
„Die Servoantriebstechnik ist aus meiner Sicht vor allem für die Produktion von Bauteilen mit hohen Umformgraden interessant“, sagt Alexander Dörmann, Geschäftsführer der Raster-Zeulenroda Werkzeugmaschinen GmbH.
(Bild: EFB)

In den vergangenen Jahren hat sich die Servotechnik bei den Herstellern von Umformpressen zum gängigen Antriebsmodell entwickelt. Die Technologie wird verschiedendlich von einigen Herstellern wie Aida seit 1997 weltweit eingesetzt. Seit 2006 werden Servopressen in breitem Umfang und in zunehmend spezialisierten Anlagen mit vielen angepassten und auf die Einsatzgebiete der Anwender zugeschnittenen Elementen am Markt positioniert. Neben Schuler bieten hier auch Raster-Zeulenroda, Haulick & Roos, H & T, Promess, Bihler und andere Hersteller Servotechnik für spezifische Anwendungsbereiche an.

Die Servopressentechnik hat sich deutlich nach vorne entwickelt

Die Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung (EFB) stellte das Thema Servo erstmalig 2009 in den Mittelpunkt ihrer Jahrestagung – und fragt heute wieder nach: „Fabrik der Zukunft – fünf Jahre Erfahrung mit Servopressen“? Diese Frage wird auch auf dem EFB-Kolloquium am 1. und 2. April in Fellbach das Leitthema sein. Neun Pressenhersteller geben in Tandemvorträgen zusammen mit den Anwendern einen breiten, praxisorientierten Überblick über den Stand der Technik und die vielfältigen Einsatzgebiete.

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So ist die Servotechnik nicht allein speziellen Anlagen vorbehalten: Schuler und Aida setzen heute Servotechnik in allen Produktgruppen und Größen ein. Auch Raster-Zeulenroda fertigt Stufenpressen mit Servoantriebstechnik mit einer Presskraft im Bereich von 25 bis 800 t. Haulick & Roos bietet für alle Stanz- und Umformautomaten im Presskraftbereich von 25 bis 400 t seit Neuestem Servotechnologie an.

H & T stattet aufgrund der Spindelantriebstechnologie Anlagen für den Presskraftbereich von 25 bis 1000 t mit durchgehender Servosteuerung für ein extrem breites Anwendungsfeld aus.

Promess baut Servoantriebe im Nennlastbereich von 1 bis 50 t ein, für Nennhübe von 20 bis 2000 mm und Geschwindigkeiten bis 12.000 mm/s. „Die Servoantriebstechnik ist aus unserer Sicht vor allem für die Produktion von Bauteilen mit hohen Umformgraden interessant“, erläutert Alexander Dörmann, Geschäftsführer der Raster-Zeulenroda Werkzeugmaschinen GmbH, „weil sie ein anpassbares Bewegungsprofil bietet, um einerseits die Werkzeuggeschwindigkeit während komplexer Operationen optimal anzupassen und andererseits die Zeiten zu minimieren, in denen das Werkzeug nicht im Eingriff ist. Außerdem können mit dem Pendelbetrieb geringe Hubhöhen in hoher Frequenz erreicht werden. Ein weiterer Aspekt für unsere Kunden ist die effiziente Möglichkeit der Energierückgewinnung.“

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