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Schuler Erste Erfahrungen mit Twin-Servo-Pressen vorgestellt

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Pressen mit der Twin-Servo-Technologie sind das jüngste Kind der Schuler AG. Erstmals im September 2012 vorgestellt, auf der Euroblech 2012 von den Fachmagazinen Blechnet und MM Maschinenmarkt mit dem Euroblech-Award ausgezeichnet, wurden jetzt die ersten Erfahrungen an Fachleute der Automobil- und Zulieferindustrie weitergegeben.

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Im September 2012 präsentierte Schuler erstmals die Twin-Servo-Technology. Jetzt informierten sich etwa 100 Besucher über erste Erfahrungen damit.
Im September 2012 präsentierte Schuler erstmals die Twin-Servo-Technology. Jetzt informierten sich etwa 100 Besucher über erste Erfahrungen damit.
(Bild: Kuhn)

Die Twin-Servo-Technologie (TST) beruht auf einem völlig neuen Antriebskonzept und stellt eine Weiterentwicklung der vor etwa sieben Jahren vorgestellten Servo-Direkt-Technologie (SDT) mit zwei dezentral angeordneten Servomotoren dar.

Kraftfluss bei Pressen mit Twin-Servo-Technologie wesentlich direkter gestaltet

Mit dem neuartigen Bauprinzip der TST ist es jetzt möglich, einstmals gegensätzliche Merkmale und Eigenschaften zu vereinen. Für den Anwender entstehen dadurch Vorteile, die bei konventionellen Pressenbauarten nicht erreichbar sind. Davon überzeugten sich am Erfurter Schuler-Standort etwa 100 geladene Besucher beziehungsweise Anwender aus der Automobil- und Zulieferindustrie.

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Während bei klassischen Pressen der Stößel nach unten gedrückt und damit das Werkzeug geschlossen und die Presskraft erzeugt wird, funktioniert es in der TST so, dass der Stößel nach unten gezogen wird. „Somit wird der Kraftfluss wesentlich direkter gestaltet, was zu einer etwa 30 % geringeren Auffederung führt“, erklärt Thomas Spießhofer, technischer Leiter Automotive Press Technology von der Schuler AG den rund 100 Presswerksexperten.

„Durch die günstigen Hebelverhältnisse und die weit außen liegenden Kraftangriffspunkte werden geometrisch bedingt günstigere Voraussetzungen bei außermittigen Kraftangriffen erreicht“, führt Spießhofer weiter aus. Dies führt zu einer bis zu 400 % höheren Kippsteifigkeit im Vergleich zu konventionellen Pressen.

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