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Hezinger Maschinen Mit zufriedenen Kunden geht auch das Umsatzwachstum einher

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Die Hezinger Maschinen GmbH ist seit über 30 Jahren mit dem Handel von Blechbearbeitungsmaschinen im Markt. Seit geraumer Zeit vollzieht sich beim Kornwestheimer Unternehmen ein Wandel vom Handelshaus zum Maschinenbauer mit eigenen Produkten. Was dieser Wandel bringt, dazu befragten wir Thomas A. Weber, den geschäftsführenden Gesellschafter bei Hezinger.

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Thomas A. Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Hezinger Maschinen GmbH in Kornwestheim: „Der deutsche Kunde ist ein besonderer Kunde, dessen hohen Ansprüchen wir mit der besten qualitativen Lösung unserer Hezinger-Maschinen gerecht werden.“
Thomas A. Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Hezinger Maschinen GmbH in Kornwestheim: „Der deutsche Kunde ist ein besonderer Kunde, dessen hohen Ansprüchen wir mit der besten qualitativen Lösung unserer Hezinger-Maschinen gerecht werden.“
(Bild: Kuhn)

Wie schaffen Sie den Wandel vom Maschinenhandel zum Maschinenbauer?

Weber: Das Unternehmen gibt es jetzt seit 33 Jahren. Angefangen haben wir als reiner Handelsbetrieb, zunächst für gebrauchte Werkzeugmaschinen, dann speziell auch für die Blechbearbeitung. Vor etwa 20 Jahren haben wir damit begonnen, Werksvertretungen ausländischer Hersteller für den deutschen beziehungsweise deutschsprachigen Markt zu übernehmen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Anforderungen unserer Kunden über eine reine Werksvertretung nicht optimal abgedeckt werden konnten. Denn ein deutscher Kunde ist ein besonderer Kunde und nicht jeder ausländische Hersteller lässt sich auf die insbesondere qualitativen Anforderungen eines inländischen Kunden ein. Da gab es zunehmend Diskrepanzen und wir haben für uns nur den Ausweg gesehen, dass wir die erfahrenen Anforderungsprofile, die wir kennen, selbst umsetzen.

Mit welchen Blechbearbeitungsmaschinen hatten Sie von Anfang an zu tun?

Weber: Unser Schwerpunkt im Vertrieb waren und sind die Abkantpresse und die Tafelschere. Das ist bis heute so geblieben. Damals hatten wir uns im Markt umgesehen, mit welchen Partnern wir was realisieren können. Unser Ziel war, das Rad nicht nochmals zu erfinden. Wir wollten in Kornwestheim auch keine komplette Maschinenproduktion aufbauen, sondern als verlängerte Werkbank fungieren. Die vertriebenen Produkte sollten für uns exklusiv und ausschließlich nach unseren Vorgaben, Qualitätsansprüchen und den hierzulande geltenden Normen hergestellt werden. Dies ist uns, insbesondere auch mit der ISO 9001, sehr gut gelungen.

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Sind Sie jetzt kein Handelsunternehmen mehr, sondern ein Maschinenbauer mit Schwerpunkt Blechbearbeitung?

Weber: Wir handeln weiter mit Blechbearbeitungsmaschinen, aber wir verkaufen jetzt Hezinger-Maschinen. Eine Hezinger-Maschine ist ein individuelles Produkt. Das gibt es auch in gleicher Ausführung nicht noch einmal auf dem Markt. Wir haben dafür bestimmte Partner im europäischen Ausland, quasi als verlängerte Werkbank, die ausschließlich für uns arbeiten. Dort werden unsere Maschinen – seien es Rundbiegemaschinen der Bending-Line-Serie, Abkantpressen der Press-Line-Serie, Schwenkbiegemaschinen der Fold-Line-Serie, Plasmaschneidanlagen der Plasma-Line-Serie, Wasserstrahlschneidanlagen der Water-Line-Serie oder auch die Maschinen der Cut-Line-Tafelscheren – individuell für uns und nach unseren Vorgaben gefertigt. Somit haben wir uns vom reinen Handelsbetrieb zum Hersteller ohne eigene Produktion gewandelt. Mit unseren Hezinger-Blechbearbeitungsmaschinen bieten wir eine durchgehende Prozesskette Blech aus einer Hand an. In all unseren Anlagen sind nur hochqualitative Komponenten der von uns ausgewählten Weltmarktführer verbaut. Beispiele sind KMT, Kjellberg, Delem oder Fissler.

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