Trenntechnik Wasserstrahlschneiden bringt Flexibilität und neue Kunden

Redakteur: Dietmar Kuhn

Das Wasserstrahlschneiden ist immer mehr im Kommen. Es gilt als moderne Schneidtechnik mit einem breiten Anwendungsbereich. Denn damit lassen sich fast alle Werkstoffe bis zu Dicken von 150 mm bearbeiten. Wegen der hohen Schnittqualität macht es konkurrierenden Verfahren wie dem Laserschneiden Probleme. Davon kann man sich im Schlossereibetrieb von Udo Berg im hessischen Eschenburg überzeugen.

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Wasserstrahlschneiden gilt als flexibles Schneidverfahren für unterschiedliche Werkstoffe und große Materialdicken; Anwender schätzen vor allem die einfache Bedienung und die hervorragende Schnittqualität. Bilder: Kuhn
Wasserstrahlschneiden gilt als flexibles Schneidverfahren für unterschiedliche Werkstoffe und große Materialdicken; Anwender schätzen vor allem die einfache Bedienung und die hervorragende Schnittqualität. Bilder: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Unser Vorteil“, sagt Udo Berg, Inhaber eines 13-Mann-Schlossereibetriebes, „ist halt, dass wir durch und durch flexibel sind.“ Dies beweist der in Hessen verwurzelte Unternehmer jeden Tag aufs Neue und erst recht, seit er seine neue Resato Wasserstrahlschneidmaschine R-LCM in Betrieb genommen hat.

Dafür hat sich Berg entschieden, weil er für die Schokoladenindustrie alles baut, was nur irgendwie nach einem Behälter oder Kessel aussieht. Dazu bearbeitet er vor allem Edelstahlbleche. „Dabei müssen wir immer schnell reagieren, weil unser Kunde auch meist unter Zeitdruck steht“, sagt Berg. Die Resato-Maschine läuft bei Berg zwar nicht rund um die Uhr, aber sie ist laut Aussage des Firmenchefs sehr gut ausgelastet. „Ich muss jetzt gleich die Düsen wechseln, und dann läuft die Maschine wieder acht Stunden; heute Nachmittag müssen noch 20 Flansche geschnitten werden ,und dann läuft sie weitere vier Stunden, wahrscheinlich die ganze Nacht“, meint Udo Berg.

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Laser- oder Plasmaschneidmaschine waren für Berg zu teuer

Eine Laser- oder Plasmamaschine wollte sich Berg nicht anschaffen: „Die sind mir zu teuer, brauchen viel Platz und sind für das Material, das wir in größeren Dicken verarbeiten, auch nicht geeignet“, erzählt der Unternehmer. Zudem erhält sich Berg damit eine breite Flexibilität. Denn beim Wasserstrahlschneiden kommt es nicht unbedingt darauf an, dass sich Teile in großen Stückzahlen wiederholen, wie Berg meint: „Es spielt überhaupt keine Rolle, ob wir Losgröße eins oder 100 gleiche Teile bearbeiten.“

Darüber hinaus bemerkt der Schlossermeister, dass sich die Installation einer Wasserstrahlschneidmaschine so langsam herumspricht. Denn immer mehr Kunden lassen ihre unterschiedlichen Materialien, die Stahl, verschiedene Metalle, Holz oder Stein sind, bei ihm zuschneiden. „Würde ich beispielsweise nur 2 mm Edelstahl bearbeiten, dann wäre eine Investition in eine Wasserstrahlschneidmaschine sicher für die Katz“, konstatiert Berg, „aber für einen Schlosserbetrieb, wie wir es sind, da musst du auf alles gefasst sein.“

Seit etwa zehn Jahren baut Resato Komplettmaschinen

Gekauft hat Berg die Wasserstrahlschneidmaschine bei der Hezinger Maschinen GmbH, einem deutschlandweiten Handelsunternehmen mit Hauptsitz in Korn-westheim, das vor allem neue Maschinen rund um die Blechbearbeitung in seinem Portfolio pflegt. Von Hans-Jörg von Gersdorff, Leiter der Hezinger-Niederlassung Beckum, fühlt sich Udo Berg sehr gut beraten und betreut. „Über den Preis wurden wir uns schnell einig“, verrät Berg. „Da konnten wir einiges erreichen.“ Dies deshalb, weil sich Berg mit einem Partnerbetrieb unweit von Eschenburg zusammentat und gleich zwei Maschinen geordert hat. „Da haben wir nicht nur ein paar Euro gespart, sondern ergänzen uns auch ganz gut, weil mein Partner nur Dünnbleche bearbeitet, während ich mich mehr im Dickblechbereich bis zu 150 mm aufhalte“, erklärt Schlossermeister Berg.

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