EFB

Veränderungsprozesse – aktuelle Trends in der Blechverarbeitung

| Autor / Redakteur: Norbert Wellmann / Dietmar Kuhn

Die Automobilindustrie ist Deutschlands Schlüsselindustrie Nummer eins, gleichzeitig aber auch der größte Abnehmer von Blechen und Blecherzeugnissen. Die Designstudie von BMW zeigt schon einmal optisch, wo der Weg hingeht. Was so schön aussieht, wird künftig aus einem Mix unterschiedlicher Materialien bestehen. Dafür braucht es neue Werkstoffe und Verarbeitungstechnologien. Die Euroblech 2014 hat diesbezüglich eine Menge zu bieten.
Die Automobilindustrie ist Deutschlands Schlüsselindustrie Nummer eins, gleichzeitig aber auch der größte Abnehmer von Blechen und Blecherzeugnissen. Die Designstudie von BMW zeigt schon einmal optisch, wo der Weg hingeht. Was so schön aussieht, wird künftig aus einem Mix unterschiedlicher Materialien bestehen. Dafür braucht es neue Werkstoffe und Verarbeitungstechnologien. Die Euroblech 2014 hat diesbezüglich eine Menge zu bieten. (Bild: BMW)

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Am beständigsten sind Veränderungsprozesse. Dies gilt auch für die gesamte Blechverarbeitung, die stets im Wandel begriffen ist. Die Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung (EFB) setzt dabei besondere Maßstäbe. Die wichtigsten werden auf der Euroblech 2014 in Hannover präsentiert.

Regelmäßig wird in Vorträgen und Medien von Mega- bis zu Branchentrends berichtet. Regelmäßig werden neue Schlagworte erfunden, um die Worte neuartiger klingen zu lassen. Wenn man genau in das Thema Blechverarbeitung schaut und Berichte über viele Jahrzehnte zurückverfolgt, stellt man fest, dass die Trends sich immer an der notwendigen Funktionalität der Bauteile orientieren, die wirtschaftlich produzierbar sein müssen und leichter werden sollen. Leichter deshalb, weil Gewicht mit Ausnahme von statischen Systemen immer negativ ist.

Schneller, sicherer, leichter als sportliche Anreize für Umformer

Leicht bedeutet Kostenersparnis durch geringeren Materialeinsatz und geringere Produktionskosten, geringere Kräfte zum Handling, beispielsweise bei Montage, im Handwerk oder Haushalt sowie beim Gebrauch von Gütern. Energiekosten spielen bei Dynamik eine Rolle. Hierunter fallen zum Beispiel alle Verkehrsmittel. Höhere Dynamik bedeutet schnellere Bewegungen und Abläufe. Niedriges Gewicht spielt im Transportbereich (Bahn, Lkw, Flugzeug) eine wichtige Rolle, weil damit die Anzahl der Passagiere oder die zulässige Ladung erhöht werden können. Bei Baukonstruktionen, wie etwa bei Türmen von Windkraftanlagen, hat die Masse der Konstruktionswerkstoffe Einfluss auf die maximale Bauhöhe.

Aber was ist heute dann neu? Im Vergleich zur weiteren Vergangenheit ist sicherlich die Ökologie unserer Wirtschaft verstärkt von Bedeutung. Auf reifen Märkten verlangen Kunden Hochwertigkeit und ansprechendes Design. Die offene Vernetzung der weltweiten Märkte und regionale Besonderheiten stellen besondere Anforderungen. Und natürlich haben sich die Erwartungen an die Funktionalität und die Lebensdauer deutlich erhöht und die Komplexität hat ein nie da gewesenes Niveau erreicht. Ein einzelner Ingenieur oder Konstrukteur ist alleine schwerlich in der Lage, eine Entwicklung fachgerecht und umfassend hinsichtlich aller Anforderungen zu erfüllen.

Die technologischen Haupttrends der Blechverarbeitung können über alle Anwenderbranchen gesehen und mit Sicht auf die beispielhafte Wertschöpfungstiefe in Deutschland mit den folgenden fünf Trends zusammengefasst werden:

  • 1. Verarbeitung neuer, hochfester Werkstoffe,
  • 2. Verarbeitung hybrider Bauteile inklusive Metall und FVK,
  • 3. Automatisierung und Qualität,
  • 4. integrierte Prozessfunktionalität und
  • 5. die virtuelle Fabrik.
  • Die Blech verarbeitende Industrie als volkswirtschaftlich gewaltiger Faktor

    Volkswirtschaftlich kommt den Produktionsprozessen, die Blech und hybride Strukturen verarbeiten, eine sehr hohe Bedeutung zu. Allein in Deutschland sind etwa 850.000 Arbeitskräfte, entsprechend einem Anteil von 120 Mrd. Euro am BIP, mit dem in der EFB behandelten Themenspektrum verbunden. Rund 700 der insgesamt rund 10.000 Unternehmen dieser Branche sind als technologisch und innovativ orientiert zu werten. Etwa 350 Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind intensiv in der Vorentwicklung und forschend tätig und an der Projektarbeit der EFB beteiligt.

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